Es war einmal…

Pferdeturm Pirates, das Hobbyteam des Fan-Projekt!

Mittwoch, 31.12.2003, die Trainingszeit des Oberligateams der Hannover Indians neigt sich dem Ende entgegen als sich Trainer Greg Thomson plötzlich einem übermächtigem Gegner gegenübersieht. Zumindest was die Anzahl der auf das Eis stürmenden Spieler angeht. Die Pferdeturm Pirates betreten zum ersten Mal das Eis am Pferdeturm. […]
Lange wurde geredet, lange wurde geplant bis es endlich so weit war. Mit der Idee “Das kann doch alles gar nicht so schwer sein” im Hinterkopf haben sich Mitglieder des Fan Projekt am Pferdeturm e.V. zusammengetan um fortan Geschichte zu schreiben.

Vom Eishockeyneuling bis hin zum Ligaerfahrenen Hobbyspieler waren die FPler angetreten um selber dem Puck hinterher zu jagen…oder zumindest zu laufen, da das “jagen” mangels Lauferfahrung erst noch trainiert werden musste. Das die Pirates es ernst meinten, merkten an dem eingangs genannten Termin, nicht nur die Spieler der Indians.Diese verabschiedeten sich zum Grossteil fluchtartig in die Kabine, was allerdings auch daran liegen könnte, das alle Piratesspieler auf dem Eis waren und versuchten den Puck zu erreichen. Zur nächsten Trainingseinheit, die diesmal aufgrund fehlender Trainingszeit am heimischen Pferdeturm dann in der Wedemark stattfinden musste, lief es dank des Trainers schon übersichtlicher ab. Aber auch hier waren es über 20 Eishockeybegeisterte die sich einen Platz im Pirateskader sichern wollten. Mangels Trainingszeiten endete die Saison aber auch schon bald für die neuen Helden vom Pferdeturm.
Schneller als erwartet kamen die Pirates allerdings zu ihren ersten richtigen Spielen auf dem Eis. Nach gerade drei Trainingseinheiten (inkl. der beiden aus der Vorsaison) starteten die Pirates die Saison 2004/2005 mit einem Turnier in Braunschweig. Beim “Eiskalten Eltern Cup” reichte es zwar nicht zu Siegen, auch die eigene Torausbeute liess noch zu Wünschen übrig, aber das Team zeigte Engagement und konnte zumindest die Sympathien aller anwesenden Zuschauer und Teams erlangen. Mit dem Gewinn des Fair-play-pokals wurde vielleicht nicht das Team mit den wenigstens Strafzeiten geehrt – für die Strafen konnten wir ja auch meistens nichts….die Gegner sind doch mit Absicht über uns gestolpert – aber das Team das den grössten Einsatz auf dem Eis zeigte, nie seinen Spass am Spielen verlor und auch die Zuschauer gut unterhalten konnte.
Der erste Erfolg auf dem Eis folgte dann nur wenige Wochen später. Als Gastmannschaft am heimischen Pferdeturm konnten die Pirates einen deutliche Sieg gegen ein etablierte Hobbymannschaft aus der ehemaligen Pferdeturmliga gewinnen. Angespornt durch solche Ergebnisse wurde das Training verschärft, weitere Spiele vereinbart und auch Turniere gespielt. Nicht immer kehrten die Pirates siegreich an den Pferdeturm zurück, aber immer mit der Sicherheit alles gegeben und auch das Fan Projekt würdig vertreten zu haben. Spiele in Salzgitter, Hamburg und Herford, Turniere in Adendorf und Bremerhaven verbreiteten den Namen der Pferdeturm Pirates weiter im Eishockeynorden.
Aber auch dunkle Wolken sollten im Team der Pirates aufziehen. Immer wieder mussten sich Spieler aus dem aktiven Geschehen zurückziehen, der Grund war meist die einzige freie Trainingszeit am Pferdeturm die die Pirates nutzen konnten. Doch Mittwochs ab 23 Uhr konnte oftmals nicht mit dem Beruf vereinbart werden. Nach weiteren Abgängen zu Beginn der Saison 2008/2009 mussten die Pirates nach wenigen Wochen den Trainingsbetrieb einstellen. Mangels Spieler war kein Training mehr möglich geworden, sodass die Pirates diesen Schritt gehen mussten.
Diese Auszeit war allerdings nur vorrübergehend. Seit Oktober 2009 stehen die Pirates wieder regelmässig auf dem Eis am Pferdeturm.

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